SAKURA FAQ (Häufige Fragen)

 

Fragen zu: Verband, Stilrichtungen, Prüfungsordnung, Gürtelprüfung

 

Welchem Karateverband gehört der SAKURA Verein an?

Welchem Karateverband gehört der SAKURA Verein an?

Wir sind Mitglied im Karate Dachverband Nordrhein-Westfalen (KDNW) und somit auch Mitglied im Deutschen Karate Verband (DKV), der offizielle und größte Fachverband für Karate in Deutschland. Der DKV wird als einziger Fachverband vom Bundesministerium des Inneren gefördert und ist als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes vom IOC anerkannt. Dem DKV gehören 16 Landesverbände an mit über 2.400 Vereinen, Clubs und Schulen und insgesamt über 150.000 Mitgliedern. (Quelle: wikipedia)

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Gibt es verschiedene Stilrichtungen und Arten von Karate und wo sind die Unterschiede?

Gibt es verschiedene Stilrichtungen und Arten von Karate und wo sind die Unterschiede?

Es gibt eine Vielzahl von Karate Stilrichtungen und Arten, wie man heutzutage Karate praktiziert. Zu den vier größten traditionellen japanischen non-contact Stilrichtungen zählen:

  • Shotokan (jap. „Haus des Pinienrauschen“) / Begründer: Funakoshi Gichin (1868 - 1957)
    Merkmale: tiefer Stand, dynamische und kraftvolle Bewegungen; am weitesten verbreiteter Stil
  • Goju-Ryu (jap. „Hart und weich“) / Begründer: Chōjun Miyagi (1888 - 1953)
    Merkmale: enthält sehr viele Elemente der ursprünglichen chinesischen Kampfkünste (Kung-Fu)
  • Wado-Ryu (jap. „Weg des Friedens“) / Ōtsuka Hironori (1892 - 1982)
    Merkmale: Umlenken der Energie durch Ausweichen mit anschließenden, gleichzeitigen Hebel, Wurf-, Tritt- oder Schlagkonter
  • Shito-Ryu (jap. „Schule von Shi und Tō“) / Mabuni Kenwa Sōke (1889 - 1952)
    Merkmale: vereint die zwei Stirichtungen von Okinawa  Shōrin-Ryū und Shōrei-Ryū; hohe Anzahl von Katas

Neben den großen vier traditionellen Stilen gibt es eine Vielzahl von weiteren Stirichtungen und Abspaltungen, die ursprünglich auf eine der Stilrichtungen basieren, jedoch andere Schwerpunkte oder Ziele verfolgen. Karate wird zudem noch als semi-contact und voll-contact Karate betrieben. Zum bekanntesten japanischen Vollkontakt-Karate gehört das Kyokushin (jap. „ultimative Wahrheit“), gegründet von Ōyama Masutatsu (1923 - 1994).

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Welche Karate Stilrichtung wird im SAKURA trainiert?

Welche Karate Stilrichtung wird im SAKURA trainiert?

Wir trainieren die traditionelle japanische non-contact Karate-Stilrichtung Shotokan.

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Nach welcher Prüfungsordnung werden im SAKURA die Karate Prüfungen abgelegt?

Nach welcher Prüfungsordnung werden im SAKURA die Karate Prüfungen abgelegt?

Geprüft wird nach der SHOTOKAN-Prüfungsordnung (stilgebunden) und SOK-Prüfungsordnung (stiloffen). Beide Prüfungsmethoden werden vom Deutschen Karate Verband gegenseitig anerkannt. Ein Prüfling hat somit die Möglichkeit aus zwei Prüfungsarten zu wählen, um seine Gürtelprüfung abzulegen.

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Ist Stiloffenes Karate (SOK) eine Stilrichtung oder eine Prüfungsmethode?

Ist Stiloffenes Karate (SOK) eine Stilrichtung oder eine Prüfungsmethode?

Beides. Das Stiloffene Karate (SOK) ist eine Stilrichtung und eine Prüfungsmethode innerhalb des Deutschen Karate Verbandes (DKV), die alle im DKV angebotenen Stile vereint. Es bietet mitgliederschwachen, kleineren Stilrichtungen eine Plattform, sich innerhalb des DKV zu etablieren. Den traditionellen etablierten Stirichtungen (z.B. Shotokan, Goju-Ryu,...) bietet es eine einheiltliche stilrichtungsübergreifende Prüfungsform, bestehend aus einem Pflichtteil – Kihon und Kata – und einem Wahlteil,bestehend aus Bunkai, Kumite und Selbstverteidigung. Im Stiloffenen Karate basiert die „Grundschule“ auf den gezeigten Katas. Der Wahlteil ermöglicht eine auf die Stärken des Prüflings angepasste Prüfung. Im SOK besteht zudem die Möglichkeit den Bereich Selbstverteidigung zu prüfen.

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Worauf kommt es bei den Gürtelprüfungen an?

Worauf kommt es bei den Gürtelprüfungen an?

Gemäß der Prüfungsordnung des DKV muss der Prüfling folgende Prüfungskriterien erfüllen, um die Prüfung zu bestehen.

 

Prüfungskriterien Unterstufe (Weiss- bis Orangegurt) / 9. - 7. Kyu

  • Grundform der einzelnen Techniken
  • sicherer Stand
  • korrekte Technik und Ausholbewegung
  • aufrechte Haltung des Oberkörpers
  • bereits gute Ansätze von innerer und äußerer Spannung (7.Kyu)
  • kontrollierte Ausführung der Techniken beim Partnertraining
  • richtige Distanz beim Partnertraining
  • korrekte Abläufe der Kata
  • Rhythmusansatz in der Kata Ausführung (7. Kyu)
  • Verständnis der Kata Techniken

 

Prüfungskriterien Mittelstufe (Grün- bis Violettgurt) / 6. - 4. Kyu

  • alle Kriterien der Unterstufe
  • Feinform der Techniken
  • Qualität der Einzeltechniken bei Kombinationen
  • Bewegungsrhythmus, bewusster Hüfteinsatz, Standfestigkeit, Atemtechnik und Kime
  • Bewegungsvielfalt, Kampfgeist und Kontrolle beim Partnertraining
  • fortgeschrittenes Können erkennbar im Verständnis (Bunkai) als auch inm Rhythmus der Kata
  • Kennen aller bis zur jeweiligen Graduierung erlernten Katas

 

Prüfungskriterien Oberstufe (alle Braungurtstufen) / 3. - 1. Kyu

  • alle Kriterien der Mittelstufe
  • Beherrschen schwieriger Technikkombinationen
  • Ausdauer und Kampfgeist
  • Perfektes Beherrschen von Abstand, Technik und Kontrolle beim Partnertraining
  • fortgeschrittenes Verständnis des Zusammenhangs von Kata und sinnvollen Anwendungen
  • Kennen aller bis zur jeweiligen Graduierung erlernten Katas

 

Prüfungskriterien Meisterstufen (ab Schwarzgurt) / ab 1. Dan

 

  • alle Kriterien der Oberstufe
  • Vorbildfunktion, innere Reife
  • vorbildliche Haltung und Technikausführung

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Wie oft finden jährlich im SAKURA Prüfungen statt?

Wie oft finden jährlich im SAKURA Prüfungen statt?

Wir bieten im Jahr zwei Prüfungstermine an. Die Prüfungen finden meistens im Mai/Juni und November/Dezember statt. Eine Prüfung wird nach der SHOTOKAN-Prüfungsordnung abgenommen, die andere nach der SOK-Prüfungsordnung. Die SHOTOKAN Gürtelprüfung wird von einem extern eingeladenen Prüfer durchgeführt, die SOK Gürtelprüfung wird von Alcis, unserem Trainer durchgeführt.

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Wann darf ich mich zur nächsten Prüfung anmelden?

Wann darf ich mich zur nächsten Prüfung anmelden?

Für alle Schüler-Grade (Kyu-Grade) gilt laut DKV-Ordnung eine Wartezeit von einem halben Jahr. Für die Prüfung zu den Meistergraden (Dan-Grade) verlängert sich die Wartezeit gemäß des angestrebten Gürtelgrades:

  • 1. Dan = 1. Jahr Wartezeit
  • 2. Dan = 2. Jahre Wartezeit
  • ...usw.

Im SAKURA gelten für Kinder und Jugendliche zwei weitere SAKURA interne Zulassungsregeln, die vor einer unbestandenen Prüfung schützen sollen:

  • Mindestteilnahmepflicht an 30 Kurseinheiten
  • persönliche Leistungsbewertung durch die SAKURA Trainer

Somit kann bei einer positiven Trainerbewertung der Schüler zur Prüfung zugelassen werden, obwohl die Mindestteilnahmepflicht nicht erreicht wurde. Bei einer negativen Bewertung kann der Schüler theoretisch an der Prüfung teilnehmen, jedoch ermutigt ihn der Trainer, den darauf folgenden Prüfungstermin abzuwarten, um die Leistung zu verbessern. Erwachsene Mitglieder können sich an die zwei oben genannten SAKURA internen Zulassungsregeln halten, müssen es aber nicht. Sie handeln nach eigenem Ermessen und sind somit direkt verantwortlich für den Prüfungsausgang! Allen SAKURA Mitgliedern ist freigestellt, ob sie innerhalb oder ausserhalb des Vereins (z.B. im Rahmen eines Lehrgangs) ihre Gürtelprüfungen ablegen möchten!

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Muß man im Karate Prüfungen machen?

Muß man im Karate Prüfungen machen?

Nein. Gürtelprüfungen sind keine Pflicht, aber sie sind ein gute Motivationshilfe auf dem persönlichen Weg der körperlichen und geistigen Vervollkommnung (Karate-dō = Der Weg der leeren Hand). Trotzdem sind Gürtelprüfungen sinnvoll, denn die erlangten Gürtelfarben spiegeln in der Regel nicht nur den eigenen Wissenstand wieder, sondern helfen den Mitschülern, die Rangordnung im Verein nachzuvollziehen.

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Fragen zu: Karate, Training, Etikette

 

Ist Karate Kampfkunst oder Kampfsport?

Ist Karate Kampfkunst oder Kampfsport?

Beides.

 

Karate ist eine traditionelle Kampfkunst mit Usprung auf der pazifischen Inselgruppe Okinawa. Sie ist eine Verschmelzung verschiedener okinawanischen und chinesischen Kampfsystemen und wurde im 19. Jahrhundert aus der Notwendigkeit der Selbstverteidigung heraus geboren. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts kam Karate nach Japan und erhielt durch den Zusatz Dō (jap. „Weg“) seinen philosophischen Hintergrund als Lebensweg, bei dem es weder um Sieg, noch um Niederlage, sondern um die Vervollkommung des Charakters geht. Dieser erzieherische und traditionelle Wert des Karate-dō ist an der japanischen Grußzeremonie, der Dojo-Etikette und dem traditionell weissen Karateanzug, sowie dem Gürtelrangordnungssystem erkennbar.

 

Karate wird heutzutage hauptsächlich als Kampfsport (Breiten-, Gesundheits- und Wettkampfsport) betrieben, bei dem es mehr um eine perfektionierte „äußere“ Darstellungsform geht, als um den ursprünglichen Grundgedanken der Selbstverteidigung.

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Lerne ich im Karate mich zu verteidigen oder zu kämpfen?

Lerne ich im Karate mich zu verteidigen oder zu kämpfen?

Es kommt darauf an....

 

Wird Karate als Selbstverteidigungskunst wahrgenommen, so bilden die darin „codierten“ Formenläufe (Kata) einen guten Ansatz für realistische Selbstverteidigung sowohl in der Fern-, Mittel-, aber vor allem in der Nahdistanz. Trainiert man Karate als non-contact „Kampfform-mit-Schlägen-und-Tritten“, so wird im Ernstfall das Karate sich als uneffektiv und realitätsfremd outen. Übt man Karate als full-contact Sportart, bietet es hervorragend einsetzbare Kampftechniken. Im SAKURA legen wir Wert auf eine ganzheitliche Sicht des Karate, bei dem der Aspekt der Selbstverteidigung eine wichtige Rolle spielt.

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Muss man, um Karate zu trainieren, körperlich fit und „einwandfrei“ sein, oder kann man Karate auch mit einem „Handicap“ trainieren?

Muss man, um Karate zu trainieren, körperlich fit und „einwandfrei“ sein, oder kann man Karate auch mit einem „Handicap“ trainieren?

Karate können alle im Rahmen ihrer körperlichen, motorischen und geistigen Fähigkeiten trainieren. Einschränkungen sollten dem Trainer im Voraus gemeldet werden, um eine adäquate Trainingsbetreuung zu gewährleisten.

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Ab welchem und bis zu welchem Alter kann man Karate trainieren?

Ab welchem und bis zu welchem Alter kann man Karate trainieren?

Karate kann man ab ca. 6 Jahren und bis ins hohe Alter trainieren. Im SAKURA wird Karate erst ab einem Mindestalter von 8 Jahren angeboten.

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Warum gibt es im Karate einen Kampfschrei? Wann und was wird dabei geschrien?

Warum gibt es im Karate einen Kampfschrei? Wann und was wird dabei geschrien?

Der Kampfschrei (jap. „Kiai“) bündelt die innere Lebensenergie (jap. „Ki“) zu einer Einheit/ Harmonie (jap. „Ai“). Übersetzt heißt der Kiai etwas wie „Eins-sein mit dem inneren Rhythmus“. Der Kampfschrei ist ein lauter, kraftvoller Schrei, der die innere und äußere Spannung sammelt, um sie in einer besonders starke und perfekte Technik zu entladen. Der Schrei besteht meist aus einer Silbe (z.B. „Eyyth!“, „Yaaa!“) oder einer Silbenkombination (z.B. „Uhh-Schaa!“). In der Kata (Formenlauf) wird der Kiai zweimal ausgeführt; einmal in der Mitte und einmal am Ende einer Kata.

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Warum sind Zahn-, Faust-, Hand-, Schienbein-, Fuß- und Brustschutz manchmal notwendig? Wann und was wird dabei geschrien?

Warum sind Zahn-, Faust-, Hand-, Schienbein-, Fuß- und Brustschutz manchmal notwendig?

Obwohl wir im SAKURA non-contact Karate praktizieren, kann beim Partnertraining und vor allem im Wettkampf der Körperschutz beide Partner vor ungewollten Verletzungen schützen. Im normalen Trainingsalltag wird größtenteils nur der Faustschutz im Freikampf genutzt. Auf Wettkampf ist der gesamte Körperschutz Pflicht.

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Wie heißt der Karateanzug und der Gürtel auf japanisch?

Wie heißt der Karateanzug und der Gürtel auf japanisch?

Der traditionelle Karateanzug heißt auf japanisch Dōgi. International ist es gebräuchlich an die trainierte Kampfkunst die Silbe „Gi“ anzuhängen. Im Karate heißt der Anzug somit Karategi. Der Karategi besteht aus einem Oberteil (jap. „Uwagi“), einer Hose (jap. „Zubon“) und einem Gürtel (jap. „Obi“). Der einheitliche weisse Karateanzug ist eine Abwandlung der früheren japanischen Unterkleidung und wurde zusammen mit dem Graduierungssystem (Gürtelfarben) von Funakoshi Gichin, dem Begründer des modernen Karate-dō, eingeführt.

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Wieviele Gürtelprüfungen gibt es im Karate?

Wieviele Gürtelprüfungen gibt es im Karate?

Im Deutschen Karate Verband gibt es insgesamt 9 Kyu-Grade (Schülergrade) und 10 Dan-Grade (Meistergrade), kennzeichnet durch unterschiedliche Gürtelfarben. Die Gürtelfarben spiegeln idealerweise den eigenen Fortschritt im Karate wieder. Sie werden dem Schüler/Meister nach erfolgreicher Prüfung überreicht. Ab dem 7. Dan werden die Dangrade nur noch aufgrund besonderer Leistungen und Verdienste verliehen. So gibt es im DKV Verband insgesamt 15 Gürtelprüfungen.

 

9. Kyū
weiß
8. Kyū
gelb
7. Kyū
orange
6. Kyū
grün
5. Kyū
blau
4. Kyū
blau/violett
3. Kyū
braun
2. Kyū
braun
1. Kyū
braun
1. - 10. Dan
schwarz
Unterstufe Mittelstufe Oberstufe Meisterstufen

 

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Wie bindet man einen Karategürtel?

Wie bindet man einen Karategürtel?

Es gibt mehrere Arten den Karategürtel zu binden. In unserem Video-Tutorial findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du den Gürtel binden könntest. Viel Erfolg!

 

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