Fragen zu Verband, Stilrichtungen, Prüfungsordnung, Gürtelprüfung

Gehört der SAKURA Verein einem Karate Verband an?

SAKURA ist Mitglied im Deutschen Karate Verband. Der DKV wird als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes vom IOC anerkannt. Zum DKV zählen 16 Landesverbände an mit über 2.400 Vereinen, Clubs und Schulen und insgesamt über 150.000 Mitgliedern. (Quelle: Wikipedia)

Gibt es verschiedene Stilrichtungen im Karate?

Es gibt eine Vielzahl von Karate Stilrichtungen, von non-contact, über semi- bis fullcontact Stilen. Zu den vier größten traditionellen japanischen non-contact Stilrichtungen zählen:

Was bedeutet Stiloffenes Karate (SOK) ?

Das SOK ist eine Stilrichtung und Prüfungsmethode im Deutschen Karate Verband. Sie bietet allen kleineren Stilrichtungen des Verbands einen „Dachbegriff“ um sich zu etablieren, sowie großen Stilen (z.B. Shōtōkan, Gōjū-Ryū,…) eine einheitliche Prüfungsmethode.

Welche Karate Stilrichtung wird im SAKURA trainiert?

Wir trainieren Shōtōkan (jap. „Haus des Pinienrauschen“), den am weitesten verbreiteter Stil. Die Merkmale des Stils sind der tiefe Stand, sowie dynamische und kraftvolle Bewegungen. Als Begründer gilt Funakoshi Gichin (1868 – 1957), obwohl er selbst für ein einziges stilrichtungsfreies Karate.

Nach welcher Prüfungsmethode wird im SAKURA geprüft?

Im SAKURA Verein werden ausschließlich SOK Prüfungen durchgeführt.

Mehr Infos und wichtige Tipps zur SAKURA Gürtelprüfung findest du hier.

Wo liegt der Unterschied zwischen der Shōtōkan und der SOK Prüfung?

Die Shōtōkan Prüfung ist fest vorgegeben und besteht aus Grundschule (Kihon), Formenlauf (Kata) und Partnerkampf (Kumite). Die SOK Prüfung wird nur zum Teil vorgegeben und besteht aus einem Pflichtteil (Kihon & Kata) und einen Wahlteil (Bunkai, Kumite oder Selbstverteidigung).

Allgemeine Fragen zu Karate, Training, Etikette

Muß man im Karate Prüfungen machen?

Nein. Gürtelprüfungen sind keine Pflicht, aber sie sind ein gute Motivationshilfe. Die Gürtelfarben spiegeln zudem den eigenen Wissenstand in der Regel wieder und helfen den Mitschülern, die Rangordnung und Hierarchie im Verein nachzuvollziehen, so dass die Zeremonie und Etikette eingehalten werden kann.

Ist Karate Kunst, Sport oder Selbstverteidigung?

Karate wird heutzutage als ein ganzheitliches System angeboten:

  • Kunst mit erzieherischer Wertevermittlung (Respekt, Disziplin, Etikette, …)
  • Breiten-, Gesundheits- und Wettkampfsport
  • Selbstverteidigung

Lerne ich im Karate mich zu verteidigen oder zu kämpfen?

Jaein. Es liegt am jeweiligen Trainer/ Verein, wo der Schwerpunkt liegt. Die im Formenlauf (Kata) „codierten“ SV-Prinzipien und Techniken bilden einen guten Ansatz für realistische Selbstverteidigung. Im SAKURA legen wir großen Wert diesen Aspekt zu trainieren.

Kann man Karate auch mit einem „Handicap“ trainieren?

Karate können alle im Rahmen ihrer körperlichen, motorischen und geistigen Fähigkeiten trainieren. Einschränkungen sollten dem Trainer im Voraus gemeldet werden, um eine adäquate Betreuung zu gewährleisten.

Ab welchem und bis zu welchem Alter kann man Karate trainieren?

Mit Karate kann man ab circa 5 Jahren anfangen und es bis ins hohe Alter trainieren. Im SAKURA Verein bieten wir deshalb das Karatetraining auch ab einem Mindestalter von 5 Jahren an.

Was versteht man unter „Kiai“, dem Kampfschrei im Karate?

Der Kampfschrei bündelt die körperliche Energie zu einer harmonischen Einheit. Dabei wird eine Silbe (z.B. „Eyyth!“, „Yaaa!“) gerufen. Der Kiai wird bei einer besonders kräftigen Technik eingesetzt.

Warum benötigt man im non-contact Karate auch eine Schutzausrüstung?

Obwohl Shōtōkan eine kontaktlose Stilrichtung ist, kann beim Partnertraining und vor allem im Wettkampf der Körperschutz beide Partner vor ungewollten Verletzungen schützen. Im normalen Trainingsalltag wird größtenteils nur der Faustschutz im Freikampf genutzt. Auf Wettkampf ist die gesamte Schutzausrüstung (Zahn-, Faust-, Brust-, Tief-, Schienbein- und Fußschutz) Pflicht.

Wie heißt der traditionelle Karateanzug auf japanisch?

Dōgi. International ist es gebräuchlich an die trainierte Kampfkunst die Silbe „Gi“ anzuhängen. Im Karate heißt der Anzug somit Karategi. Er besteht aus einem Oberteil (jap. „Uwagi“), einer Hose (jap. „Zubon“) und einem Gürtel (jap. „Obi“). Der einheitliche weisse Karateanzug ist eine Abwandlung der früheren japanischen Unterkleidung und wurde mit dem Graduierungssystem (Gürtelfarben) von Gichin Funakoshi, dem Begründer des modernen Karate-dō, eingeführt.

Wie bindet man den Karategürtel?

Es gibt mehrere Arten den Karategürtel zu binden. In unserem Video-Tutorial findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du den Gürtel binden könntest. Viel Erfolg!